Vereinausflug

25. und 26.08.2006

 

 

Pünktlich um 07.00 Uhr waren fast alle beim Wirt s’Hubenstein anwesend, bis auf unseren Galaxy, der als Oberhaupt natürlich das Recht hat, einige Minuten verspätet den Ring zu betreten. Dann ging’s aber gleich los, und zwar wie in der letzten Sitzung beschlossen, in Richtung Salzburger Land. Bei den Stopps, die nicht lange auf sich warten ließen, mussten wir unsere beiden Spätzünder ständig informieren, in welche Richtung sie sich zu bewegen haben. Nach einigen Stunden auf unseren Bikes und nicht zu wenig Pausen ließen wir uns gegen halb zwölf kurz nach Saalfelden zur verdienten Mittagspause nieder, wo auch gleich das Handy vom Michl wieder klingelte, und sich rausstellte, dass unsere Nachzügler, die seit ihrer Aufholjagd mit dem Mittelstreifen per Du sind, nur einige Kilometer hinter uns waren, und somit wir dann alle gemeinsam 14 Schnitzel gemütlich genießen konnten. Gestärkt stellten wir uns dann aber dem Höhepunkt des Tages, der Großglocknerüberquerung. Schon bei der Fahrt zum Berg stellte sich durch Plakate und durch die Unmengen an Verkehrshindernissen heraus, dass an diesem Tag ein Smart-Treffen am Großglockner statt findet. Bei der Schranke am Fuß des Berges angekommen, machten einige Biker den Vorschlag, die Vehicle doch alle erst einmal wieder an uns vorbei zu lassen und zu warten, damit wir freie Fahrt haben, und wir entschieden uns dann für die gemütliche Münzdurchfahrt, bis auf einen, der Schorsch machte an dieser Stelle kehrt, denn er musste noch wichtige Termine zu hause wahrnehmen. Dann aber einige hundert Meter nach der Schranke begann der Schrecken seinen Lauf zu nehmen, und sollte sich auch bis zum Fuß des Berges auf der anderen Seite nicht bessern. Die Straße war nass und es nieselte leicht, dafür war die Aussicht aber katastrophal. Aber so etwas hält natürlich einen harten Biker nicht vom eigentlichen Spaß ab, nämlich die Maulwurfhügel auf vier Rädern, denen wir logischer Weise auf der Hälfte des Berges wieder begegneten, in ihre Schranken zu verweisen, und ihnen zu zeigen, wer hier überhaupt der „Ehrwürdige des Gipfels“ ist. Dort angekommen legten wir einen kleinen Stopp ein, um die Aussicht von ca. 100 m zu genießen. Man möchte es ja nicht glauben, aber diese kurze Pause nutzten unsere Muschis sofort, um sich ihren Regenkombi über zu streifen. Dann ging’s aber gleich wieder weiter. Und was war passiert? Die kriechenden Maulwurfshügel waren wieder vor uns, und so kam es, dass wir teilweise ein und den selben Bremsklotz 3-4 mal den Auspuff von hinten zeigen mussten, bis er endlich kapiert hat, wo sein Platz auf dem High Way ist. Am Fuß des Berges angekommen waren dann alle wieder trocken und bei der ersten Tanke entledigten sich dann unsere Muschis wieder ihrer Kondome.

Jetzt ging’s recht flott weiter bis nach Mittersil, wo wir unser Quartier geplant hatten. Dort angekommen, schwärmten wir in alle Richtungen aus, um das Richtige für solch knallharte Typen wie wir sind, zu finden.

 

 

 

 

Nach einigem hin und her, und eiskalten Verhandlungsgesprächen, ging einer von uns in sich und es kam der weiche Kern zum Vorschein. Er teilte uns seine Bedenken mit, so das es dann doch noch zum Happy End kam, und keiner allein schlafen musste. Beim Abendessen bewies uns dann der Gray Wolf, dass er zurecht so genannt wurde, er bestellte sich kurzerhand eine Fure, und hatte damit den richtigen Riecher.

Dann ging’s aber zum Höhepunkt des Abends, und wir machten mit unserem Streifzug durch mehrere Lokale das Dorf unsicher, so das wir mit dieser eingeschüchterten Bevölkerung, hauptsächlich weiblich, keine rechten Kontakte knüpfen konnten.

Gegen 03.00 Uhr morgens besuchte dann der harte Kern von uns (Muschis gingen schon ins Bett), noch eine geschlossene Gesellschaft. Hier wurde uns dann sehr schnell klar, dass der Trottel hinter dem Tresen sehr geschäftsuntüchtig ist, und er in seiner geschlossenen Anstalt mit seinen Mitbewohnerrinnen lieber allein sein möchte.

Nun trieb es gegen 04.30 Uhr die nächsten Muschis ins Bett, wobei die allerhärtesten Typen unter uns noch nicht locker ließen, und versuchten, doch noch Kontakte zu knüpfen, was aber letztendlich voll in die Hose ging.

Nach unserem wohlverdienten Frühstück, wo wieder mal, man glaubt es nicht, der Galaxy der letzte war, zogen wir uns alle den Regenkombi über, und entschlossen uns, auf Grund des miesen Wetters, ohne Umwege nach Hause zu fahren. Ca. 40 km von unserem Endziel Geiselbach entfernt, dacht sich der Andi, es könnte langfristig von Vorteil sein, wenn er mit der Mutter Erde direkten Kontakt aufnimmt.

Gott sei Dank ist bei dieser Aktion nur ein leichter Schaden am Bike entstanden, so das wir kurze Zeit später, diesen wieder mal gelungenen Vereinsausflug beim Dorffest in Geiselbach gemütlich bei gutem essen und ein oder zwei halbe Bier ausklingen ließen.